Unter Transformation versteht man im Allgemeinen die ├ťberf├╝hrung der Koordinaten zwischen verschiedenen Systemen. Hinsichtlich unterschiedlicher Arten von Koordinatensystemen bietet IPOS drei Kategorien von Transformationen. Die mathematische Transformation behandelt die lineare ├ťberf├╝hrung der Koordinaten zwischen zwei kartesischen Systemen, wobei die erforderlichen Parameter ├╝ber identische Punkte zu bestimmen sind. Die geod├Ątische Transformation stellt die Umformung und die Abbildung der Koordinaten innerhalb eines geod├Ątischen Systems dar. Die hybride Transformation beinhaltet die beiden Formen, z.B. wie die Koordinaten vom Soldner-System ins ETRS89-System transformiert werden.

Mathematische Transformation:

Handelt es sich nur um Lagekoordinaten, w├Ąhlen Sie den Typ Trans-2D (Ident.) aus. Kommen die H├Âhen auch in Betracht, m├╝ssen Sie den Typ Trans-3D (Ident.) w├Ąhlen. Bei der zweidimensionalen Transformation kann die Parameteranzahl wie folgt bestimmt werden:

Parameter Bedeutung
3 zwei Translationen, eine Rotation, kein Ma├čstab
4 zwei Translationen, eine Rotation, ein Ma├čstab
5 zwei Translationen, eine Rotation, zwei Ma├čst├Ąbe
6 zwei Translationen, zwei Rotationen, zwei Ma├čst├Ąbe

Im Fall von 3 bis 5 Parametern bleibt die Orthogonalit├Ąt der beiden Achsen erhalten, d.h. winkeltreu. Bei der Wahl von 6 Parametern wird nur die Linearit├Ąt gew├Ąhrleistet, n├Ąmlich wird eine Gerade verschoben, skaliert und gedreht, aber bleibt trotzdem noch eine Gerade.

F├╝r die dreidimensionale Transformation kommen in der Praxis nur 7 Parameter zum Einsatz.

Geod├Ątische Transformation:

├ťber den Typ Umabbildung wird die Umformung der Koordinaten zwischen verschiedenen Koordinatensystemen im Bezug auf dasselbe Ellipsoid ausgef├╝hrt. Dies geschieht im Allgemeinen durch die Verkettung zwischen der Ebene (geod├Ątisch, z.B. Gau├č-Kr├╝ger) und dem Ellipsoid (geographisch), und zwischen dem Ellipsoid und dem Raum (geozentrisch). Die Berechnung ist eine rein mathematische Umrechnung, daf├╝r werden keine identischen Punkte ben├Âtigt.

F├╝r den Fall, dass die Normalh├Âhen im Quellsystem und die ellipsoidischen H├Âhen im Zielsystem oder umgekehrt vorkommen, werden bei der Transformation die Geoidundulationen des vom Bundesamt f├╝r Kartographie und Geod├Ąsie berechneten Quasigeoids der Bundesrepublik Deutschland SatNivGeoid ber├╝cksichtigt. Voraussetzung hierf├╝r ist, dass die entsprechende Datei der Geoidundulationen f├╝r das betroffene Gebiet vorliegt.

Hybride Transformation:

Die mathematische Transformation eignet sich zur Transformation zwischen lokalen Systemen, und auch zwischen geod├Ątischen Systemen mit der Annahme, dass die Verzerrung bzw. Reduktion in einem lokalen Gebiet konstant ist.

Bei einer gro├čr├Ąumigen Transformation m├╝ssen die Koordinaten in beiden geod├Ątischen Systemen im ersten Schritt jeweils in das geozentrische System umgerechnet werden. Im zweiten Schritt wird eine Transformation ├╝ber die identischen Punkte durchgef├╝hrt. So ergibt sich die hybride Transformation.

Sinnvoll ist, dass solche Transformationsparameter vom jeweiligen Bundesland bereitgestellt sind und den Nutzern zur Verf├╝gung stehen. Mit dem externen Programm Transpar werden die Parameter verschl├╝sselt in einer Datei gespeichert. Die Datei tr├Ągt den Namen des jeweiligen Bundeslandes mit der Erweiterung .tpb und muss sich im Systemverzeichnis von IPOS befinden.

Sobald diese Voraussetzung vorhanden ist, k├Ânnen Sie den Typ Trans-3D (Param.) ausw├Ąhlen. Die ausf├╝hrlichen Prozesse mit der geod├Ątischen Abbildung und der mathematischen linearen Transformation laufen im Hintergrund ab.