Bei der Punkterzeugung im Liegenschaftskataster ist die Kontrolle traditionell von der Bestimmung getrennt. Die Berechnungsfolge in IPOS unterst├╝tzt genau diese sequentielle Herangehensweise. Die Netzausgleichung dagegen bietet eine alternative Methode, bei der s├Ąmtliche Messungen verschiedener Arten parallel zu verarbeiten sind. In diesem Verfahren dient eine Beobachtung nicht nur als Bestimmungselement sondern auch als Pr├╝fungselement. Diese Vereinigung f├╝hrt einerseits zu der Vereinfachung der Verarbeitung und andererseits zu der M├Ąchtigkeit des Verfahrens. Die einheitlichen gegenseitigen Kontrollen geben ein neutrales, deswegen auch objektives Urteil f├╝r die Qualit├Ąt ab.

Mit der Netzausgleichung k├Ânnen alle verf├╝gbaren Beobachtungstypen: polare oder orthogonale Messungen, Strecken, GPS-Basisvektoren und Rasterdaten sowie geometrische Bedingungen, simultan in einem Guss ausgewertet werden. Dabei sind keine Reihenfolgen, Hierarchien oder gegenseitige Zuordnungen einzuhalten. Einzige Voraussetzung ist, dass die s├Ąmtlichen Neupunkte mit den Anschlusspunkten direkt oder indirekt ausreichend verbunden sind. Das hei├čt, dass alle neuen und alten Punkte unter einem Netz vereinigt werden k├Ânnen. Diese Pr├╝fung wird im Programm durch eine rekursive Methode von topologischem Suchen und Vereinigen ausgef├╝hrt. Beim Scheitern wird der Anwender auf die verbleibenden Inselnetze f├╝r die Fehlersuche hingewiesen.